Dienstag, 12. Mai 2015

Glaube, Hoffnung, Liebe

Im Einklang miteinander leben.
Die Frage nach dem richtigen Glauben habe ich mir schon seit meiner frühestens Jugend immer wieder gestellt. Eine weitere Frage die mich fast noch mehr als die nach dem richtigen Glauben in der Seele gebrannt hat war:

Gibt es diesen Gott der Himmel und Erde aus dem Nichts (so lehrt es unser christliche Glaube) erschaffen hat überhaupt? Logisch wird die Entstehungsgeschichte der Erde mit dem Urknall erklärt. Aber wie kann Etwas aus Nichts entstehen, wenn da nicht schon was vorher gewesen ist? Und was war dann vorher?

Unsere Wissenschaftler können zwar Milliarden Jahre der Entstehungsgeschichte unseres Kosmos zurück gehen, aber kann sich der normale Menschenverstand überhaupt sowas vorstellen? Die Entstehungsgeschichte unseres blauen Planeten hingegen schon eher, denn die ist noch gar nicht so alt im Vergleich zum restlichen Universum.

Da ich mich immer im Kreis drehte und keinen logisch erklärbaren Anfang finden konnte - ging ich zurück zum Schöpfer - der zwar noch unlogischer war, aber hier konnte ich die Logik einfach weglassen. Ich folgte einfach meinem Herzen und versuchte den Verstand komplett auszuschalten. Nicht einfach, wenn man beide Gehirnhälften gleichermaßen und meistens sogar simultan nutzt.

Aber die Fragen gingen weiter.

Sollte es diesen Schöpfer tatsächlich geben, sollte er da nicht im gesamten Universum gleich aussehen?

Warum ist Gott eigentlich in allen Kulturen ein Mann? Wieso kann es denn keine Frau sein?
Vielleicht hätte sich die Welt ja dann etwas anders entwickelt. Vielleicht wäre es eine bessere Welt geworden.

Dann das Haus Gottes. Warum ist dieses - egal ob man es Kirche, Moschee, Synagoge oder wie auch immer bezeichnet - stets mit Leid und Blut behaftet? Es sollte doch als Ort der Zuflucht, der Besinnung, der Ruhe, der Gelassenheit, der Meditation sein.

Warum wurde im Namen Gottes seit Anbeginn der Zeit gemordet und setzt dieses Blutbad im Namen Gottes auch in unserer heute "ach so zivilisierten Welt" weiter fort?

Warum verlangt jeder Gott - eigentlich sollte es ja ein einheitlicher sein - dass ich mich ihm unterordne? Reicht es nicht, wenn ich meinem Herzen und gesunden Menschenverstand folge, um friedlich mit anderen Menschen nebeneinander leben zu können? Dann brauche ich keine von Gott auferlegten Gebote oder Gesetze, die sowieso jeder anders auslegt (nehmen wir bloß die religiösen Fanatiker).

Der gesunde Menschenverstand sollte doch ausreichen, um Gut von Böse zu unterscheiden!

Die Antworten sind bis heute ausgeblieben.

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