Dienstag, 2. Juni 2015

Besser ein kleiner Zorn denn ein großer Schaden

So habe ich mein Auto an meinem Geburtstag bekommen.
Man sagte mir ich bekäme es gegen Ende des Monats, aber dann stand es doch an meinem Geburtstag vor dem Haus. Mit Schleife schön verpackt, einen Blumenstrauß im Gepäck und die Eagles mit ihrem Hotel California  - meine Lieblingslied - schallten über den gesamten Parkplatz als am Sonntagmorgen die Leute in die Kirche gingen als ich dann endlich fertig war und runterkam. Wir wollten zum Brunchen fahren.

Nur im Zeitlupentempo nahm ich eins nach dem anderen wahr, bis ich endlich begriffen habe, dass mein neues Auto tatsächlich vor der Tür steht und nur noch darauf wartet von mir gefahren zu werden.

Das war an meinem Geburtstag im November.

Dann kam der 18. März. Ein trauriger Tag für mein neues Auto. Es hatte noch keine 3000 km aber ...
Am 18. März 2015, als ich gegen 7:00 Uhr einsteigen wollte, sah es plötzlich so aus.
Ich dachte erst ich träume es nur, aber als ich dann näher ging, sah ich die schrecklichen Kratzer und die Dellen und auch wie jemand versucht hat, seine Spuren zu verwischen und wohl auch alle Glasscherben und sonstigen Lackabsplitterungen vom Boden fein säuberlich entfernt hat.

So ganz hat er es nicht geschafft, denn die Spurensicherung konnte Lacksplitter von einem silbermettalic farbenen PKW sicherstellen und auch Proben von meinem Auto wurden genommen, für eventuelle spätere Vergleichszwecke, sollten wir den Verursacher selber ausmachen können. Für eine Fahrzeugbestimmung, waren die Farbsplitter dann doch zu winzig.

Mein Aufruf in Facebook brachte zwar zahlreiche Meldungen und Fotos in privaten Nachrichten, aber der Täter konnte nicht mit Sicherheit bestimmt werden. Meine persönliche Suche von Werkstatt zu Werkstatt, von Lackiererei zu Lackiererei im Umkreis von Waldkraiburg brachten auch nicht viel Erfolg.

Es gab Werkstätten, die sich alles gleich fein säuberlich notiert haben und auch versprachen anzurufen, sollte ihnen ein silberfarbenes Fahrzeug mit Beschädigungen, die als Gegenstück zu meinen passend auftauchen, bei der Polizei oder bei mir zu melden. Keiner meldete sich - weder bei mir noch bei der Polizei.

Aber es auch andere Werkstätten, die mir kaum zuhörten, keine Notizen machten und deutlich zeigten - keine Hilfe von unserer Seite. Ja, diese Werkstätten waren in der Stadt. Namen möchte ich hier nicht nennen, aber sie wissen ganz genau wen ich damit meine. Diese Werkstätten sind in Zukunft für mich TABU. Vielleicht sind es ja genau die Werkstätten, die Schäden an den Autos einfach reparieren und so die Fahrerflüchtigen unterstützen.

Bei meinem Rundgang durch sämtliche Parkplätze und öffentliche Abstellplätze für Autos, habe ich eine weitere, mir bisher unbekannte, Entdeckung gemacht. Es gibt mehrere Abstellplätze auf größeren Privatgrundstücken, von welchen aus Autos verkauft werden. Der private Gebrauchtwagenmarkt scheint in der Stadt zu boomen. Fragt sich nur, wer die ganzen Autos kauft und woher Privatpersonen sich den Kauf so vieler Autos leisten können!!!

Zurück zu meinem Auto. Leider hat der ganze Aufwand und ein Tag Urlaub zu keinem Erfolg geführt. Habe schon das Schreiben von der Staatsanwaltschaft, dass das Verfahren eingestellt wurde. Bei mir aber ist es längst noch nicht vom Tisch.

Bisher sind alle, die mich auf irgendeine Weise betrogen oder mir ein Leid zugefügt haben, dabei sich vielleicht sogar ins Fäustchen gelacht, ihrer gerechten Strafe zugeführt worden.

Ich bin davon überzeugt, dass auch diese Person nicht davon verschont bleibt. Ich wäre nur gern dabei, wenn er diese Strafe erhält.

Früher oder später wird dieser Mensch an meine Worte denken. Dann wird es aber zu spät sein.

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