Dienstag, 8. Dezember 2015

Atlantis Dunapark, Corralejo, Fuerteventura - die Fassade bröckelt

Details und Abenteuer rund um das Hotel

in Ergänzung zur Bewertung auf unserer Reiseseite TimeTraveler911.com
So präsentierte sich das Hotel tagsüber. Der Eingang ist gleich hinter den beiden Leuten.
Wer an der Bewertung dieses Hotels interessiert ist, sollte auch den Artikel auf der Seite lesen. nur so kann man es richtig verstehen.

Normalerweise bleibt es bei einer Bewertung auf unserer Webseite, aber als ich mir die Notizen von unserem letzten Urlaub durchgesehen habe, musste ich feststellen, dass etwa 2/3 davon übers Hotel waren, vor allem aber darüber, wie sehr uns es immer wieder bitter aufgestoßen ist.


Damit auch andere von unserer Erfahrung profitieren können, versuche ich diese ein wenig zusammenzuschreiben - von unserer Ankunft bis zum letzten Morgen, als wir das Hotel verlassen haben.
Zwischen dem was uns die Dame im Reisebüro versichert hat und dem was wir in diesem Hotel tatsächlich vorgefunden und erlebt haben, liegen Welten.

Ankunft und Empfang

Der Empfangsbereich sah schon etwas gemütlicher bei Nacht aus  
Nach einer mehr als zweistündigen Wartezeit auf unser Auto sind wir gegen 20:30 Uhr endlich im Hotel angekommen. Schon bei der Ankunft mussten wir feststellen, dass wir uns, entgegen der Aussage des Reisebüros, mitten im Nachtleben befinden. Es sah genauso aus wie auf Google StreetView, nur diesmal mit Sound ...

Wir waren viel zu müde und geschafft vom langen Warten am Flughafen, um noch lange darüber nachzudenken. Wir wollten nur wissen, ob wir noch was zu essen kriegen. Schließlich haben wir den ganzen Tag kaum was gegessen und mit leerem Magen auch noch ins Bett, wäre dann wohl doch zu viel gewesen. Wir erfuhren, dass wir bis 21:30 Uhr Zeit hätten und waren erleichtert.

Vorher aber haben wir noch schnell unser Gepäck ins Zimmer gebracht.

Der Weg ins Zimmer war lange, sehr lange mit dem ganzen Gepäck, aber es hieß ja, da wäre es ruhig. Gerne nahmen wir das dafür in Kauf. Als wir endlich vor Zimmer Nr. 125 standen wollte der eSchlüssel nicht so richtig. Erst nach mehrfachen drücken und rütteln, ziehen und schieben der Tür, ging sie endlich auf.

Das Zimmer

Der erste Lichtstrahl, der ins Zimmer fiel - er kam vom Flur - verscheuchte einen ziemlich großen Käfer, der sich ganz schnell verkroch. Gefunden haben wir ihn während unseres gesamten Aufenthaltes nicht mehr.

Als wir das Licht einschalten wollten, funktionierte es nicht. Da haben wir aber eine Vorrichtung gleich neben der Eingangstür für den elektronischen Zimmerschlüssel gefunden. Strom gab's nur, wenn wir tatsächlich im Zimmer waren. Hat man uns nur vergessen zu sagen an der Rezeption.

Das Bett war groß mit einer Matratze, die einem vorgab, wo man genau liegen musste. Mein Platz war ziemlich nah am Bettrand. Egal wie oft ich in der Nacht versuchte in die Mitte zu kommen, ich landete immer auf meinem vorgegebenen Platz.

Da gab's noch einen Tisch mit zwei ziemlich durchgesetzten Sesseln. Man saß weich und tief. Der Tisch war auf einmal viel zu hoch, obwohl er Standardhöhe hatte.

Der Einbauschrank war soweit OK. Das obere Fach war nur für ganz große Menschen, aber schließlich waren es ja Doppelzimmer und man geht davon aus, dass wenigstens eine der beiden Insaßen groß genug ist, um auch das oberste Fach zu erreichen.

Ein riesiger Garderobenspiegel war an der Rückseite der Tür. Haken für Jacken gab es nicht. Wer braucht bei knapp 30 Grad im Dezember schon eine Jacke? Wir hatten welche dabei und legten sie einfach über die beiden Sessel, die wir eh nicht zum Sitzen benutzten.

Der Fernseher: So viel Rauschen kenne ich nur aus meiner Kindheit, wenn die Antenne mal nicht richtig ausgerichtet war. Im Gegensatz zu diesem Fernseher, konnte man das Problem in meiner Kindheit behben. Die drei deutschen Sender konnte man zwar hören, aber viel erkennen konnte man nicht. Wer schaut auch schon im Urlaub Fernsehen? Aber warum ist dann überhaupt ein Fernseher im Zimmer?

Internetzugang: Der funktionierte meistens recht gut. Man musste nur den richtigen Standort haben. Der war abwechselnd - mal Zimmer, dann wieder Balkon. Schließlich ist man ja flexibel.

Wenn man aber Pech hatte, war keiner der beiden Standorte geeignet. Wir versuchten den Router, der sich im Zimmer befand und auch für den Fernseher zuständig war, durchzustarten. Es hat meistens geholfen.

Die Bettwäsche: in den 11 Tagen, die wir im Hotel verbracht haben, wurde diese kein einziges Mal gewechselt.

Der Boden - Terrakottafliesen: wurde in den 11 Tagen kein einziges Mal feucht aufgewischt, nur an sichtaberen Stellen gekehrt, aber auch nur, wenn ein halb Blinder den Dreck auch ohne Brille erkennen konnte. Einen Staubsauger gab's nicht, habe während des gesamten Aufenthalts weder einen gehört noch gesehen.

Am 14. November als wir abends die Tür zu unserem Zimmer aufmachten stank es extrem nach Gulli. Haben alle Wasserhähne aufgedreht und auch das Klo gespült. Wir mussten das Fenster mit dem Fliegengitter offen lassen, damit der Gestank raus kann. Nach dem Abendessen war's dann einigermaßen besser. Sicherheitshalber ließen wir aber das Fenster die ganze Nacht offen.

Das Bad

Bei der Ankunft wollte ich mir nach einem langen Tag, die Hände waschen bevor wir uns auf den Weg zum Speisesaal machten. Beim Abtrocknen fiel der Handtuchhalter laut klirrend auf den Boden. Es war ein offener Ring, dessen Enden so weit voneinander entfernt waren, dass dieser bei der kleinsten Berührung aus der Halterung fiel. Wir haben ihn wieder in die Halterung gesteckt und weiter zusammengebogen. Er schien zu halten.

Das Toilettenpapier, war genau wie auf Teneriffa, an einer Stelle an der Wand angebracht, die man nur mit äußerster Flexibilität des Körpers erreichen konnte. Am Bidet liegt eine geöffnete und bereits benutzte Seife - wir haben sie weder geöffnet noch benutzt.

Shampoo und Duschgel ist vorhanden, wird aber nur getauscht, wenn alles aufgebraucht ist, auch wenn man weniger Shampoo benötigt. Der Trick besteht darin, das restliche Shampoo zu verstecken. Dann wird wieder aufgefüllt.

Während unseres Aufenthaltes sprang der Druckknopf der Wasserspülung von der Toilette raus, durch's halbe Bad und hat mich zu Tode erschreckt. Auch der Wasserhahn am Waschbecken, blieb - diesmal nicht mir *grins* - auf einmal in der Hand. Alles konnte ohne Fremdhilfe wieder in Ordnung gebracht werden.

Die Eingangstür ließ sich nur schwer aufkriegen. Sie schleifte unten und stand an. Nur mit Mühe und Not ließ sie sich öffnen.

Der Balkon

Dieser ist wirklich sehr schön und auch groß. Eine Rundung macht ihn noch größer. Wir haben einen Oleanderstrauch direkt vor dem Balkon und gleich daneben eine Palme, die Schatten spendet. Der Ausblick ist so ruhig und friedlich (tagsüber). Ein paar Tauben leisten uns Gesellschaft und sind so frech, dass sie sich einfach auf den Balkonrand setzen. Ich warte nur noch, dass sie auf den Tisch hüpfen. Tun sie aber nicht.

Das gesamte Hotel ist ein Nichtraucherhotel (wie schon im Hauptbeitrag erwähnt) aber auf den Balkontischen steht jeweils ein Aschenbecher. Wir haben das ganz besondere Glück, dass wir links einen Kettenraucher haben, der nicht zur tagsüber eine nach der anderen qualmt, sondern bis zum Frühstück schon den halben Aschenbecher voller Kippen hat. Der Kettenraucher ist eine SIE und von ganz besonderem Schlag - Sie kommt aus Irland ... Auch dazu noch eine kleine Geschichte separat.

Hier geht's auch zum Beitrag auf unserer Reiseseite.
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